Finaltag der Amateure 2026: Infos zu Stadien & Anstoßzeiten
FRANKFURT AM MAIN – Der Finaltag der Amateure hat sich längst als feste Größe im deutschen Fußballkalender etabliert – und auch 2026 verspricht das Format wieder ein außergewöhnliches Erlebnis für Fans und Vereine zu werden.
Am 23. Mai richtet sich der Blick auf 21 in der Republik verteilte Spielstätten, wenn parallel die Endspiele der Verbandspokale ausgetragen werden. Damit wird der Unterbau des deutschen Fußballs an einem einzigen Tag ins Rampenlicht gerückt.
Hochamt des Amateurfußballs
Seit seiner Einführung Mitte der 2010er-Jahre verfolgt der Finaltag der Amateure ein klares Ziel: die zahlreichen regionalen Pokalwettbewerbe zu bündeln und ihnen eine gemeinsame Bühne zu geben. Inzwischen umfasst das Event alle Endspiele, die zeitversetzt am selben Tag stattfinden und gemeinsam als Großereignis inszeniert werden.
Besonders ist dabei nicht nur die schiere Anzahl an Partien, sondern auch die Verbindung von Breite und Aufmerksamkeit. Amateurvereine, die meist nur regional wahrgenommen werden, rücken an diesem Tag in den Fokus eines bundesweiten Publikums. Gleichzeitig bleibt die Verwurzelung im Lokalen erhalten – viele Spiele finden in traditionsreichen, oft kleineren Stadien statt, die für diesen Anlass eine besondere Atmosphäre entwickeln.
Sportliche Bedeutung: Der Weg in den DFB-Pokal
Neben dem Prestige hat der Finaltag eine enorme sportliche Relevanz. Die Sieger der Landespokale qualifizieren sich direkt für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals der folgenden Saison. Damit eröffnet sich für viele Amateurclubs die Chance auf Duelle mit Profimannschaften – inklusive hoher Einnahmen und großer medialer Aufmerksamkeit.
Gerade diese Perspektive sorgt jedes Jahr für besondere Spannung. Für viele Teams ist das Endspiel nicht nur ein Saisonhöhepunkt, sondern eine historische Gelegenheit. Der Finaltag fungiert somit als Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball und möchte die Durchlässigkeit des deutschen Ligasystems betonen.
Über sieben Stunden Live-Fußball im TV
Ein zentrales Element des Formats ist die umfangreiche Live-Übertragung. Auch 2026 werden alle Partien in einer mehrstündigen Konferenz im Ersten und der ARD-Mediathek gezeigt, ergänzt durch zahlreiche Einzelstreams.
Die Spiele verteilen sich dabei über mehrere Zeitfenster, sodass sich ein durchgehender Fußballtag ergibt – von den ersten Anpfiffen am Vormittag bis in den frühen Abend hinein. Für die Fernseh-Zuschauer entsteht so ein Konferenzerlebnis, das in seiner Form vielleicht sogar weltweit einzigartig sein dürfte.
Stadien im Blickpunkt: Vielfalt und Atmosphäre
Für uns als Stadion-Portal lohnt sich natürlich ein genauer Blick auf die Austragungsorte. Der Finaltag der Amateure 2026 zeigt die ganze Bandbreite der deutschen Stadionlandschaft – von modernen Arenen bis hin zu traditionsreichen Anlagen mit Kultcharakter.
Gerade diese Vielfalt macht den Reiz aus: Während einige Spiele vor fünfstelligen Kulissen stattfinden, leben andere von der Nähe zwischen Spielern und den Fans vor Ort. Oft sind es genau diese intimen Rahmenbedingungen, die für eine besonders intensive Stimmung sorgen.
Zudem bietet der Finaltag die Gelegenheit, Stadien ins Rampenlicht zu rücken, die sonst selten überregional wahrgenommen werden. Das Event ist daher auch eine Art Schaufenster für die Austragungsorte.
Eingebettet in einen großen Fußballtag
Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Terminierung: Der Finaltag der Amateure findet traditionell am selben Tag wie das DFB-Pokalfinale statt. Dadurch entsteht ein kompletter Fußballfeiertag, der vom gehobenen Amateurbereich bis zur nationalen Spitze reicht.
Die ARD-Übertragung des Finaltags endet dabei unmittelbar vor dem abendlichen Höhepunkt. Man muss also keine Sorge haben, etwas vom Endspiel im Berliner Olympiastadion zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart zu verpassen.
Finaltag der Amateure 2026: Paarungen, Anstoßzeiten und NRW-Spielorte
Die Endspiele in Nordrhein-Westfalen finden im Kölner Sportpark Höhenberg (Mittelrhein), in der Arena des MSV Duisburg (Niederrhein) und in der Sportclub-Arena in Verl (Westfalen) statt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit haben wir die NRW-Partien in der folgenden Liste fett markiert.
Anstoß 11.30 Uhr
| Verband | Paarung | Spielort | Livestream |
|---|---|---|---|
| Hamburg | SC Vorwärts Wacker 04 (5. Liga) – HEBC (5. Liga) | Hamburg, Stadion Hoheluft | ja |
| Bremen | SV Hemelingen (5.) – Leher TS (5.) | Bremen-Oberneuland, Marko Mock Arena | ja |
| Thüringen | FC Carl Zeiss Jena (4.) – ZFC Meuselwitz (4.) | Jena, Ernst-Abbe-Sportfeld | ja |
| Brandenburg | Energie Cottbus (3.) – VfB Krieschow (5.) | Cottbus, Stadion der Freundschaft | ja |
| Schleswig-Holstein | SV Todesfelde (5.) – 1. FC Phönix Lübeck (4.) | Todesfelde, Sportpark | ja |
| Nordbaden | VfR Mannheim (5.) – Waldhof Mannheim (3.) | Mannheim, Carl-Benz-Stadion | nein |
| Berlin | VSG Altglienicke (4.) – BFC Dynamo (4.) | Berlin, Mommsenstadion | ja |
Anstoß 13.30 Uhr
| Verband | Paarung | Spielort | Livestream |
|---|---|---|---|
| Niedersachsen | Lüneburger SK Hansa (5.) – TuS Bersenbrück (5.) | Barsinghausen, August-Wenzel-Stadion | ja |
| Mecklenburg-Vorpommern | SV Pastow (6.) – Hansa Rostock (3.) | Greifswald, Volksstadion | ja |
| Südbaden | Bahlinger SC (4.) – FC 08 Villingen (5.) | Offenburg, Karl-Heitz-Stadion | nein |
| Südwest | TSV Schott Mainz (4.) – FK Pirmasens (5.) | Weingarten, Arena | nein |
| Rheinland | TuS Koblenz (5.) – SV Eintracht Trier (4.) | Trier, Moselstadion | nein |
| Sachsen-Anhalt | Germania Halberstadt (5.) – Hallescher FC (4.) | Halle, Chemie-Stadion | ja |
Anstoß 15.30 Uhr
| Verband | Paarung | Spielort | Livestream |
|---|---|---|---|
| Württemberg | Stuttgarter Kickers (4.) – SG Sonnenhof Großaspach (4.) | Stuttgart, Waldau-Stadion | nein |
| Niederrhein | MSV Duisburg (3.) – SC St. Tönis (5.) | Duisburg, Arena | ja |
| Mittelrhein | Fortuna Köln (4.) – Viktoria Köln (3.) | Köln, Sportpark Höhenberg | ja |
| Sachsen | FSV Zwickau (4.) – FC Erzgebirge Aue (3.) | Zwickau, Arena | ja |
Anstoß 16.30 Uhr
| Verband | Paarung | Spielort | Livestream |
|---|---|---|---|
| Hessen | SV Wehen Wiesbaden (3.) – SV Barockstadt Fulda-Lehnerz (4.) | Offenbach, Stadion am Biberer Berg | ja |
| Bayern | Würzburger Kickers (4.) – TSV 1860 München (3.) | Würzburg, Arena | ja |
| Saarland | 1. FC Saarbrücken (3.) – FC 08 Homburg (4.) | Saarbrücken, Ludwigsparkstadion | ja |
| Westfalen | SC Verl (3.) – Sportfreunde Lotte (4.) | Verl, Sportclub-Arena | ja |
Zweites Finale in Niedersachsen und mögliche Verschiebungen
Da der mitgliederstarke Niedersächsische Fußballverband wie üblich zwei Startplätze für den DFB-Pokal zu vergeben hat, trägt dieser einen zweiten Pokalwettbewerb nur für Dritt- und Regionalligisten aus. Am Sonntag, 24. Mai 2025, treffen daher die SV Drochtersen/Assel und der SSV Jeddeloh II aufeinander. Das Duell der Kontrahenten aus der Regionalliga Nord wird um 14 Uhr ebenfalls in Barsinghausen angepfiffen.
Wegen der Relegationsspiele zur 2. Bundesliga sind außerdem kurzfristige Änderungen am Ablaufplan möglich. Sollte ein Finalist die Saison in der 3. Liga auf Platz drei beenden und in die Relegation einziehen, müsste das Verbandspokalfinale verlegt werden. Nur so könnte eine Terminkollision mit dem Hinspiel der Relegation am Vorabend des Finaltags vermieden werden. Davon betroffen sein könnten der MSV Duisburg, der SC Verl, Energie Cottbus oder Hansa Rostock.